Archive für 27.9.2009

Eine Marchingbandprobe ist kein Wunschkonzert

…aber lustig!
Morgens geht es wie immer um 7 zur Schule. Allerdings geht es nach der Schule um 14:30 Uhr nicht nach Hause sondern in den Bandraum. Dort werden dann Hausaufgaben gemacht. Ab 15:30 Uhr machen wir vom Front Ensemble uns dann für die Proben bereit. Das bedeutet wir rollen die Marimbas, Vibs, Tympanies und die Rack Combo für den Abtransport zum Bandfeld aus dem Raum und laden sie auf die Anhänger des schuleigenen Cub Cars. Nachdem ich dann meine Chimes zum Feld gezogen habe und den Wind- Brass- und Drum Ensembles beim Warmmachen zugeguckt habe, fange ich schonmal mit den Vorbereitungen für das Verkabeln an. Die beiden Vibes und die drei Marimbas, werden wie auch das Keyboard, über Mikros verstärkt. Sonst hätten wir kein Durchkommen gegen die Bläser und Trommler. Gegen 16:15 Uhr haben dann die Proben begonnen. Zu erst spielen die Sections unter sich. Die Drumline wärmt sich auf, die Bläser spielen und marschieren sich ein und das Front Ensemble wärmt sich mit ein paar langsamen oder auch schnellen Melodien auf. Danach beginnt die Probe der einzelnen Stücke. Hauptsächlich wird die Mischung aus Marschieren und Musizieren geübt. Die Marching People müssen sich 56 Koordinaten auf dem Footballfeld merken und wissen wann sie wie gehen müssen. Als Piccoloflöte ist das eine Sache, als Bassdrumspieler, der nicht gradeaus gucken kann, ist das dann was anderes. Es werden also ein paar Takte gespielt und während Mr. Steward die Positionen der Musiker korregiert erzählt das Front Ensemble sich Witze und Drum Major Megan staucht alle (außer das Front Ensemble) zusammen weil geredet wird. Ich glaube Ekhard Wycik hatte Recht als er sagte, das Orchester und Dirigent sich wie Schüler und Lehrer gegenüberstehen. Dazu später einmal mehr…

So läuft die 3 1/2 Stuundenprobe also. Es geht Takt für Takt voran (manchmal arbeitet man auch 30 Minuten an einem Takt) und zwischendurch gibt es Trinkpausen. Um 19:25 Uhr trommelt Mr. Steward, dessen Stimme immer krächtzender wird, dann die komplette Band zusammen und hält eine Ansprache die entweder sagt, dass wir gut waren oder das wir alle völlige Scheiße verzapft haben. Aber egal ob gut oder schlecht, besser geht immer. Danach gehen die einzelnen Sections nocheinmal zusammen un es gibt eine Abschlussbesprechung. Die hält sich bei uns recht kurz, da wir unsere Instrumente nicht in einen Koffer packen und gehen können, sondern alle Kabel aufrollen und die Instrumente für den Rücktransport verladen müssen. So gegen 20:15 Uhr sind dann alle Instrumente im Bandraum verstaut und die Heimreise kann angetreten werden. Da Andrew, Derek und ich normalerweise bei Dairy Queen noch einen Burger einwerfen und Derek auch nach Hause gebracht werden will bin ich meißt erst um 21:00 Uhr zu Hause.

So geht also ein anstrengender Bandtag zu Ende. Wie eine ganze Woche mit Sectionals und Away-Game aussieht erzähle ich beim nächsten Mal. Vorher könnt ihr die Webseite der Marchingband besuchen. Noch gibt es aber keine Bilder von mir.

http://www.schsbandboosters.org/

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